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2. Arnstädter Tierparkweihnacht

Sonntag, den 20.12.20



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Unser Tierpark "Fasanerie"

1956 eröffnete der Tierpark "Fasanerie" erstmals seine Tore für Besucher. Anfangs mit 26 Tieren und improvisierten Gehegen noch sehr überschaubar, entwickelte sich der Arnstädter Tierpark über die Jahre hinweg zu einer kulturellen Einrichtung, die nicht nur verschiedene einheimische sowie exotische Tierarten beherbergt, sondern auch zu einem wichtigen Arbeitsplatz für Menschen in besonderen Lebenssituationen geworden ist.

 

Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass der Arnstädter Tierpark nicht erst in seiner jüngsten Vergangenheit mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert wurde. Deutlich wird allerdings auch, wie dank des Engagements zahlreicher Menschen immer wieder Mittel und Wege gefunden werden konnten, um die Fasanerie zu erhalten.

 

Von der Planung bis zur Eröffnung der Fasanerie

 

1955 kamen Tierliebhaber in Arnstadt auf die Idee, einen Tierpark zu errichten.Die engagierten Bürger gründeten das Aktiv "Fasanerie" und suchten nach einem geeigneten Grundstück für ihr Vorhaben. Die erste Wahl fiel auf den Garten um das städtische Museum. Dieser erwies sich jedoch aufgrund seiner Größe und fehlender Erweiterungsmöglichkeiten als ungeeignet. Auch der zweite geplante Standort, nämlich das Gelände um den Neideckturm, konnte nicht zur Errichtung eines Tierparks genutzt werden, da der Rat des Kreises sein Veto einlegte. In der schriftlichen Mitteilung vom Dezember 1955 heißt es, dass dieses Gebiet ausschließlich als Erholungsstätte für die Angestellten des Rat des Kreises dienen soll. Zudem spreche die bestehende Einsturzgefahr der Neideckruine gegen die Errichtung eines Tierparks an diesem Ort.

 

Am 16. Januar 1956 besichtigte das Aktiv "Fasanerie" schließlich das Gelände an der Eremitage 5, dem heutigen Standort des Tierparks.Dieser war nach der Enteignung der Familie Wolterdorf in den Besitz der LPG übergegangen und bot ideale Möglichkeiten für das Vorhaben. Bereits wenige Tage nach der Besichtigung begannen die Mitglieder des Aktivs mit der Planung notwendiger Arbeiten und Aufgaben zur Errichtung der Fasanerie.

 

Im Vordergrund stand zunächst die Materialbeschaffung, welche sich aufgrund fehlender finanzieller Möglichkeiten schwierig gestaltete. Immerhin konnte der gestellte Antrag auf Haushaltsmittel zur Errichtung des Tierparks für das Jahr 1956 nicht mehr berücksichtigt werden, weil dieser zu spät bei der zuständigen Abteilung für Kultur in Erfurt einging. Um dennoch das benötigte Baumaterial beschaffen zu können, versendete das Aktiv "Fasanerie" zahlreiche Anfragen an die umliegenden Betriebe. So spendete beispielsweise die Chema Abfallrohre, welche zusammengeschweißt und zu Volieren verarbeitet werden konnten, Kies wurde von der ansässigen Kiesgrube organisiert und die Kaninchenzüchter stifteten einige Tiere sowie erforderliche Ställe und Gehege.

 

Bis zur Grundsteinlegung am 01.09.1956 wirkten zahlreiche Arnstädter im Rahmen des Nationalen Aufbauwerks bei der Errichtung der Fasanerie mit. Die freiwilligen Helfer säuberten das stark verwilderte Gelände, legten Wege an, renovierten das Wohnhaus und errichteten Anlagen für die Tiere. Zu den sogenannten Aufbauhelfern zählten Angestellte der deutschen Notenbank, Facharbeiter des Betriebs "Blaudruck Wagner", Maurerlehrlinge der ansässigen Berufsschule, Lehrer und Schüler der Oberschule "Theodor Neubauer" sowie Einwohner der Hausgemeinschaft Fasanengarten.

 

Am 07.10.1956 erfolgte schließlich die Eröffnung der Fasanerie. Obwohl das Vorhaben, einen Tierpark zu errichten bei der Bevölkerung zunächst Skepsis hervorruft, nahmen zahlreiche Bürger der Stadt an der Feierlichkeit teil. So hieß es in der Zeitung "Das Volk" am folgenden Tag: "Eine lange Autoschlange vor dem Aufgang zur Eremitage bewies die lebhafte Anteilnahme unserer Einwohner an der Eröffnung der Fasanerie". Nachdem die vielen Aufbauhelfer, darunter auch der damalige Bürgermeister Hermann Stange, für ihre freiwillige und unentgeltliche Arbeit geehrt worden waren, konnten die Besucher unter musikalischer Begleitung des Posaunenchors vom Marienstift Arnstadt erstmals den Arnstädter Tierpark besichtigen. Für einen Eintrittspreis von 50 Pfennig für Erwachsene bzw. 25 Pfennig für Kinder waren Königsfasane, Gold- und Silberfasane, aber auch Bussarde, Enten, Tauben, ein Rehkitz sowie zwei Shetlandponys zu betrachten.

 

Insgesamt beherbergte die "Fasanerie" zum Zeitpunkt der Eröffnung 26 Tiere, wobei Wert darauf gelegt wurde, den Besuchern vorrangig einheimische Tiere zu zeigen. Von besonderer Bedeutung für den Heimattierpark waren die Fasane. Diese dienten nicht nur als Attraktion für die Besucher, sondern durch Zucht und Verkauf als zusätzliche Einnahmequelle. Als Verantwortliche in Sache Pflege und Entwicklung der Tiere wurden die Eheleute Zentgraf eingesetzt. Sie bezogen das ehemalige Wohnhaus der Familie Woltersdorf und erhielten fachliche Unterstützung durch die Geflügelzuchtfachleute Herrn Fleischmann sowie Herrn Wedemann. Die Stelle des Tierparkleiters übernahm Bernhard Enders, welcher seit Beginn der Planungen in die Entwicklung der "Fasanerie" eingebunden war. In der Ausgabe des "Thüringer Tageblatts" vom 25.07.1956 wird er als "Initiator und Organisator dieser Planung" benannt, welcher "Tag für Tag im Objekt oder bei der Sammlung von Geldspenden, der Materialbeschaffung für Arbeits- und Transporteinsätze sorgte."

 

 Die Anfangsjahre der Fasanerie

 

1957 zählte der Arnstädter Tierpark bereits 23.405 Besucher. Neben den täglich anfallenden Aufgaben arbeiteten die Verantwortlichen weiterhin kontinuierlich am Ausbau der Fasanerie, es wurden neue Gehege errichtet, Aufzuchtställe gebaut und der Tierbestand konnte um ein Vielfaches vergrößert werden.So beheimatete die Fasanerie ein Jahr nach der Eröffnung 104 Tiere. Nach wie vor galt es, mit finanziellen Schwierigkeiten umzugehen, sodass Sach- und Futterspenden eine ebenso willkommene Unterstützung darstellten, wie die Arbeit der freiwilligen Helfer.

 

Zu Beginn des Jahres 1959 endete die Beschäftigung des ersten Tierparkleiters Bernhard Enders. Nachdem die Fasanerie einige Monate ohne Leitung war, trat im September Werner Cäsar den Posten an. Unterdessen konnte das Gelände des Tierparks auf insgesamt 6 Hektar vergrößert werden. Die Zukäufe erhielten sowohl Ackerland für die Futtergewinnung, als auch Flächen am Hopfengrund mitsamt eines massiven Wohnhauses, welches zu einer Gaststätte für die Besucher der Fasanerie umgebaut werden sollte.

Gleichzeitig wurde der Tierbestand weiter ausgebaut und umfasste 1959 schließlich 255 Tiere. Als einzig exotisches Exemplar fand sich darunter ein Affe, welcher dem Arnstädter Tierpark zunächst leihweise überlassen wurde. Der Fokus lag schließlich weiterhin darauf, den Charakter eines Heimattierparks zu wahren.

Mit dem Ziel, den Tierpark zu einer wirklichen Bildungs- und Erholungsstätte zu entwickeln, wurden außerdem zahlreiche Veranstaltungen, wie Konzerte, Tanzabende oder Lichtbildvorträge auf dem Tierparkgelände durchgeführt.

All diese Bemühungen zum Ausbau sowie zur Steigerung der Attraktivität der Fasanerie schlugen sich in stetig steigenden Besucherzahlen wieder. 1959 konnten im Arnstädter Tierpark 30.374 Gäste begrüßt werden.

 

Die Fasanerie unter der Leitung von Dietrich Krone

 

Dietrich Krone übernahm 1960 die Leitung des Arnstädter Tierparks. Während zu dieser Zeit ausreichend finanzielle und personelle Mittel für die Fasanerie aufgebracht wurden, erschwerten sich die Voraussetzungen ab Mitte der Sechziger Jahre zusehends. Der Rat der Stadt gewährte immer weniger Haushaltsmittel und Stellen wurden abgebaut. Ab 1965 standen dem Tierparkleiter für alle anfallenden Aufgaben, von der Tierpflege über die Instandhaltung und der baulichen Entwicklung bis hin zur Besetzung der Kasse lediglich drei Mitarbeiter zur Seite. Mehrmals wandte sich Dietrich Krone an den Rat der Stadt und verwies eindringlich auf den bestehenden Personalmangel sowie unbedingt notwendige Erneuerungsarbeiten auf dem Gelände. In einem Brief  von 1965 schrieb er: "Ich habe in den letzten Jahren viele Heimattiergärten besucht und festgestellt, dass bei den Meisten die Räte der Stadt alles tun, um ihre kleinen Tiergärten zu fördern. Sie finden immer wieder Mittel und Wege, um etwas in den Tierpark hineinzustecken. Es müsste doch auch bei uns möglich sein,  etwas für unseren Tierpark zu tun, damit unsere wirklich schöne Anlage nicht zerfällt." Die Bemühungen blieben jedoch erfolglos, sodass die Bewältigung der anfallenden Arbeiten abermals nur mit der Unterstützung durch freiwillige Helfer möglich wurde. Dazu zählten insbesondere Jugendliche, welche Aufgaben in der Tierpflege übernahmen und das Esel- sowie Ponyreiten begleiteten. Handwerkliche Tätigkeiten, wie Erneuerungsarbeiten an Tiergehegen und die Neugestaltung von Anlagen wurden hingegen durch eine Feierabendbrigade sowie Arbeitseinsätze von Mitarbeitern ansässiger Betriebe umgesetzt.

Nachdem die Besucherzahlen Mitte der Sechziger Jahre auf ca. 21.000 gesunken waren, unternahm Dietrich Krone verschiedene Anstrengungen zur erneuten Steigerung. So schrieb er Kurzgeschichten, welche gemeinsam mit Anzeigen in Zeitungen veröffentlicht wurden und veranlasste das Aufstellen von Reklameschildern in Arnstadt. Das Esel- und Ponyreiten wurde nun auch außerhalb der Fasanerie, beispielsweise bei Betriebsfeiern, Wohngebietsfesten oder zu anderen Feierlichkeiten in der Umgebung angeboten. Weiterhin bemühte sich der Tierparkleiter um die Erweiterung des Tierbestandes, besonders die Anschaffung mehrerer Affen sollte wieder mehr Besucher in die Fasanerie locken. So schrieb er 1965: "Man ist in allen Heimattiergärten zu der Erkenntnis gelangt, dass Affen der größte Anziehungspunkt sind und wesentlich zur Steigerung der Besucherzahlen beitragen."

Als weitere Attraktionen konnte er zusätzlich Dingos, Waschbären, einen Wolf und Siamkatzen für den Tierpark gewinnen.

1972 begannen die Arbeiten für das bis dato umfangreichste Bauvorhaben in der Fasanerie: zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter sollte ein Wirtschaftsgebäude mitsamt sanitärer Anlagen entstehen. Durch Schwierigkeiten im Hinblick auf die Materialbeschaffung kam es zu erheblichen Verzögerungen, so dass erst vier Jahre später der Rohbau mit Dach fertiggestellt werden konnte. Nachdem Arnstädter Betriebe die Fasanerie mit Baustoffen und Maschinen unterstützten, erfolgte 1979 - also sieben Jahre nach Baubeginn - der Abschluss der Arbeiten am Wirtschaft- und Sozialgebäude.

Schließlich entspannte sich auch die personelle Situation im Tierpark. Nicht zuletzt durch den stetigen Einsatz Krones wurden 1983 zwei weitere Stellen für die Fasanerie ebenso bewilligt, wie die Festlegung einer gerechteren Entlohnung für die Mitarbeiter.

Unterdessen konnte außerdem eine erhebliche Steigerung der Besucherzahlen erzielt werden. Im Jahr 1984 kamen 28.958 Personen in die Arnstädter Fasanerie mit ihren mittlerweile über 700 Schau- und Nutztieren. Auch in den Folgejahren konnten ähnlich hohe Besucherzahlen verzeichnet werden.

1991 beendete Dietrich Krone seine Tätigkeit als Leiter der Fasanerie. In den 32 Jahren seiner Beschäftigung gelang es ihm mit der Unterstützung zahlreicher Freiwilliger, den Arnstädter Tierpark trotz schwieriger Bedingungen zu erhalten und auszubauen. Unter seiner Verantwortung fanden auch die mittlerweile zur Tradition gewordenen Veranstaltungen erstmals statt: 1965 das Ostereiersuchen und 1981 das Tierparkfest.

 

Die Fasanerie nach dem Ende der DDR

 

Nach dem Ende der DDR ging das Gelände an der Eremitage zurück in den ursprünglichen Besitz der Familie Woltersdorf. Diese stellte ihre Ländereien jedoch weiterhin zur Verfügung, sodass die Stadt für eine geringe Pacht weiterhin den Arnstädter Tierpark betreiben konnte.

Einschneidende Veränderungen ergaben sich hingegen durch die nun geltenden Gesetze zur Haltung von Wild- und Haustieren. lm Sommer 1991 wurde die Fasanerie eingehend überprüft, um festzustellen, inwieweit die neuen Richtlinien eingehalten werden können. Die genauen Vorgaben bzgl. des Raumbedarfes für die Tiere, klimatischer Bedingungen der Einrichtungen der Gehege sowie dem Sozialgefüge unter den Tieren machten nun dieUmgestaltung des Tierparks erforderlich. Der Tierbestand musste drastisch reduziert werden, veraltete Gehege sollten entweder erneuert oder aber abgerissen werden und weitere
Anweisungen zur Verbesserung von Sicherheit und Hygiene waren umzusetzen. Die Realisierung all dieser Maßnahmen stellte sich als eine sehr Iangwierige Aufgabe dar, für abzugebende Tiere musste eine neue Bleibe gesucht werden und durch die Haushaltssituation hatte die Fasanerie abermals mit finanziellen und personellen Einschränkungen umzugehen.

 

Die Leitung des Tierparks oblag von 1992 bis 1993 Annegret Voigt, ihr Nachfolger wurde Wolfgang Büchner. Dieser war bereits in seiner Jugend in der Fasanerie tätig und fungierte nach seiner Ausbildung zum Zootierpfleger als Stellvertreter Dietrich Krones. Unter seiner Verantwortung und mit personeller Unterstützung durch Zivildienstleistende sowie ABM-Kräfte wurde weiter an der Umsetzung der neuen Richtlinien gearbeitet. Schrittweise erfolgten der Abriss in die Jahre gekommener Anlagen, die Neueindeckung vorhandener Dächer, die Erneuerung der Außenzäune und der Umbau von Gehegen.
Im Oktober 1995 begann schließlich die bis heute andauernde Kooperation der Stadt mit dem Marienstift Arnstadt. Als das Fortbestehen des Tierparks aus Kostengründen in Frage gestellt wurde, bot die Zusammenarbeit mit der Werkstatt am Kesselbrunn eine Möglichkeit, die Fasanerie trotz enormer Einsparungen im Bereich der Personalkosten weiter betreiben
zu können. Seitdem finden Menschen mit Behinderungen eine sinnvolle Beschäftigung in der Tierpflege, bei der Besetzung der Kasse und bei der Betreibung des Kioskes im Arnstädter Tierpark.

 

Mit dem ,,Johannes-Falk-Proiekt" wurde 2003 eine weitere Einrichtung des Arnstädter Marienstifts als fester Kooperationspartner gewonnen. Nachdem das Proiekt den Tierpark zunächst punktuell durch handwerkliche Einsätze unterstützte, wurde die Fasanerie schließlich zum ständigen Einsatzort für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Die Mitarbeiter des,,Johannes-Falk-Projekts" widmen sich vorrangig der baulichen Entwicklung im Tierpark, wie dem Wegebau, der Erneuerung von Anlagen oder verschiedensten Reparaturarbeiten.
Nach dem Ende der Beschäftigung Wolfgang Büchners blieb die Fasanerie zunächst ohne Leitung. Erst ein Jahr danach, nämlich 2006 konnte die Stelle des Tierparkleiters mit Maik Wedemann besetzt werden.
Einige Zeit später ging das Gelände des Tierparks in den Besitz des Marienstifts über. Familie Woltersdorf, die stets großes lnteresse am Erhalt der Fasanerie hatte, schenkte das Gelände dem Marienstift mit der Maßgabe, dass dieses weiterhin für soziale Zwecke genutzt werden solle. Betreiber des Tierparks blieb die Stadt Arnstadt.

 

 

Die Entwicklung der Fasanerie der letzten Jahre

 

Auch in der jüngsten Geschichte des Arnstädter Tierparks konnten trotz aller Schwierigkeiten wichtige Maßnahmen zum Erhalt sowie zum Ausbau realisiert werden. Anlagen wurden umgebaut, Gebäude renoviert, Leitungen neu verlegt und Pausenstationen für die Besucher aufgestellt.

Eine der umfangreichsten Aufgaben stellt die Befestigung der Wege dar. Unter der Zielstellung, allen Besuchern eine barrierefreie Nutzung gewährleisten zu können, wurden umfassende Pflasterarbeiten durchgeführt.

Auch der Umbau des Entengeheges erstreckte sich über mehrere Abschnitte. So wurde die Anlage mitsamt des Entenhauses erneuert und durch einen weiteren Teich sowie einen Wasserfall ergänzt.

2007 wurde ein neuer Spielplatz in der Fasanerie errichtet. Er gehört heute zu den beliebtesten Spielplätzen der Stadt Arnstadt und wird täglich gepflegt und gereinigt.

Dort, wo bereits früher Affen untergebracht waren, erfolgte 2009 der Neubau einer Anlage für die Kattas.

An die Stelle des zweiten ehemaligen Affenhauses rückte 2011 das "Grüne Klassenzimmer", was für Kindergeburtstage und Veranstaltungen für Schüler genutzt wird. Zudem wird das Haus auch als Tagungsstätte des Tierparkvereins genutzt.

 

Mittlerweile beheimatet die Fasanerie 120 Tiere bei rund 30 verschiedenen Tierarten auf einer Fläche von 2,5 Hektar, darunter auch vom Aussterben bedrohte Tierarten, wie europäischer Uhu, Steinkautz, Thüringer Waldziege oder das Harzer Höhenvieh (Rind). Die Entwicklung der Besucherzahlen in den vergangenen Jahren macht deutlich, wie gut die Einrichtung bei der Bevölkerung angenommen wird. Wurden im Jahr 2003 noch 7.000 Besucher gezählt, waren es 2014 bereits 26.ooo Erwachsene und Kinder, die in den Arnstädter Tierpark kamen. Im Jahr 2019 wurden indess bereits 29.637 Besucher gezählt. Das ist ein Plus von 2.617 Besuchern gegenüber dem Vorjahr 2018.
Dass die Fasanerie trotz immenser finanzieller Einschränkungen und der immer wiederkehrenden Debatte um die Schließung noch immer besteht, ist dem Engagement zahlreicher Unterstützer zu verdanken. Dazu zählen die Beschäftigten, ebenso wie die Mitglieder des Tierparkvereins, das Marienstift Arnstadt, Sponsoren von ansässigen Betrieben und nicht zuletzt auch private Spender sowie Förderer.

 

Ein Highlight für die Besucher sind die regelmäßigen Großveranstaltungen im Tierpark, wie das Oster- oder Tierparkfest. Premiere hatte am 4. Adventswochenende die 1. Arnstädter Tierparkweihnacht am 22.12.2019, welche gleich mehr als 800 Besucher in den Tierpark lockte. Zusammen mit einer weiteren Veranstaltung, dem Kinderfest und Vereinsfest des Arnstädter Tierparkvereins, jährlich am 20. September, sollen sich diese beiden Veranstaltungen ebenfalls als fester Bestandteil im Heimattierpark Arnstadt etablieren.

 

 

Quelle: Broschüre "60 Jahre Fasanerie Arnstadt"